Ja sagen und spielen

Es ist immer wieder schön für mich, wenn ich sehe, dass Hardcore-Cruncher und Freiform-Verachter zu Einsichten kommen, die ihren Horizont erweitern. Zum Beispiel Philippe-Antoine Ménard, Rollenspiel-Blogonauten auch als „Chatty DM“ bekannt. Er hatte eine Epiphanie am Spieltisch, die er nicht in Worte fassen kann.

In seinem neuesten Eintrag (hier) erzählt er über ein Impromptu-Rollenspielabenteuer mit seinem sechsjährigen Sohn Nico. Und ist begeistert.

Warum?
– es war würfellos
– Philippe und sein Sohn erlebten viel in diesem Abenteuer… weil er, ohne es richtig bewusst zu tun, Ja sagte

Genau über dieses Ja-Sagen habe ich schon einmal an dieser Stelle geschrieben und es „Yes-Play“ genannt. Eine ganz alte, kampferprobte Technik aus dem Improvisationstheater.

Nun, und da wird es einfach lustig, kommt also ein Vertreter des Old School-Crunch daher und entdeckt die Freuden des Yes-Play, schreibt begeistert drüber… und lobt indirekt genau das, was er immer ablehnt: freiformiges Spielen mit Techniken aus dem Theater.

Und mir blüht das Herz auf.

Zum Behufe des schnellen Rollenspiels mit Kindern sei auch nochmal auf Shadows vom guten Zak Arntson hingewiesen. Einfach, schnell — und mit Würfeln.

9 Antworten zu “Ja sagen und spielen

  1. Warum glaubst du das er es nicht bewußt getan hat, Philippe bedankt sich bei James Wyatt, welcher im neuen D&D DMG auf Seite 28 genau das selbe mit seinem Sohn macht und gleich daneben gibt es als Überschrift: Saying Yes

  2. Oh, das ist mein Eindruck. Zum Beispiel, als ihn sein Sohn fragt, was er denn fuer ein Charakter ist, blockiert er zuerst reflexhaft (schliesslich ist er der SL), um aber dann nachzugeben, weil er seinem Sohn eine Freude bereiten moechte. In Improvisationstheater-Worten gesprochen: Er gibt seinen BLOCK auf.

    Ich glaube, er macht viel mehr als Yes-Play. Das erwaechst zwar alles daraus, aber ich glaube nicht, dass er alles absichtlich anwendet.

    Ist aber auch wurscht. Die Wirkung stimmt.😉

  3. Would it be possible to get a summary of this post in English? Just the high points. Like all bloggers, I’m curious abbout what others say of my writing.

    My german is limited to the words that look/sound like French or English. So I get the Epiphany about story-telling part. =)

  4. Hi Philippe!
    Sure.

    The core of this entry is: It’s always nice to see when hardcore crunch-loving players and freeform haters gain insights into playing that broaden their horizons😉

    Yes-Play was, I gather, a form of play you haven’t used very often before, and the freedom it entails was an epiphany for you.

    Interestingly enough, Yes-Play is a technique coming from the field of improvisational theater, which works almost exclusively with a great deal of handwaving and no crunch at all.

    So, a crunch-lover like you experienced the joy of fluffy play😀

    Best
    Norbert

  5. Epiphany Indeed. Thanks for the translation. I started blogging to gain balance in Crunch vs Fluff and I achieved it at Gen Con.

    Tonight’s post will include my leaving behind my Overlord of Crunch persona for something else.

    Thanks again!

  6. Philippe,
    you are very welcome. Personally, I’m going the opposite direction at the moment: I’m moving away from total freeform and am exploring old school games (once again).

    Blessed be
    Norbert

  7. Old school is the opposite of Crunch, Norbert!
    We wargamers have been „freeforming“ (we just call it gaming…) for longer than most of the Story-Whores are in the hobby.

  8. Set,
    I beg to differ. Freeforming, in the truest sense of the word, means playing without form (ie, explicit rules and/or randomizers).

    Old School, in my book, is the field of old rpgs. Crunch is something within the game that is predictable from the players‘ point of view. Crunch needs numbers.

    Freeform does not.

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