Der mächtigste Vampir

… ist natürlich nicht Kain oder einer seiner direkten Nachkommen, die alten Chorknaben. Auch wenn viele dieses Gerücht hübsch verbreiten, um die Macht der ersten Generationen möglichst dramatisch zu beschreiben.

Ich meine, was kann denn ein Vampir schon, auch wenn er gut ist? Gestaltwandeln, hui. Irrsinn hervorrufen, oha. Fürchterliche körperliche Schäden verursachen, wau.

Und dann vergleiche ich das mit der Einen, Echten Welt. Fahre wehmütig mit dem Auto durch den Wald Arden, bis der Motor nicht mehr funktioniert, flüchte vor Julian und seinen Höllenhunden, bis ich, atemlos, kurz vor Schloß Amber stehe. Hier beruhigt sich mein aufgeregtes Herz, ruhig, ruhig, ruhig. Ich blicke mich um, und überall ist Amber. Von weither sehe ich Bill Roth aus einem der großen Bibliothekszimmer winken. Ah, wieder zuhause, endlich wieder zuhause.

So fühle ich mich, wenn ich an Amber denke, sowohl an die Romane als auch an das Spiel.
Und der Vampir? Ach ja, richtig. Überleg‘ mal, selbst Flora in wirklich schlechter Tagesform wäre immer noch besser als jeder Blutsauger der x-ten Generation. Gut möglich also, daß der mächtigste Vampir in Wirklichkeit nur ein unwissendes Werkzeug eines alten Amberiten ist. Und das wiederum eröffnet mir wunderbare Möglichkeiten, vom geplanten Vampirespiel vorsichtig zum einzig wahren Rollenspiel überzuleiten.

Endlich wieder zuhause.

4 Antworten zu “Der mächtigste Vampir

  1. Vielleicht sollte ich mein Abraten vom Players Guide und dem „Dirty Secrets“ doch zurücknehmen.

    Wenn man sich die Beschreibung der alte Vampire aus diesen Büchern nämlich durchliest, dann sind Vampire die wahren Herren hinter den „Courts of Chaos“ 😉

    • 😀
      Das gilt höchstens für ihren kleinen kuscheligen Schatten namens „Erde“ 😉

      P.S.
      Hatte noch nicht wieder auf deinen Blog geschaut, deshalb deine Antwort nicht gesehen. Danke!

  2. Pfff… Mit Schimären 10 kann der Vampir nach Belieben Schattenreiche erschaffen. Fähige Blutmagier wissen schon lange von der Existenz anderer Realitäten, genau wie Vampire mit Auspex bis zur Kinnlade. Sie mögen vielleicht im Kampf nicht einem Gott aus Amber das Wasser reichen können, aber sie verfügen doch über genug Kampferfahrung und Stärke, um sich ihren Rückzug zu erkaufen (hat der Amberit seine Strength oder Warfare auf „Chaos“ oder niedriger, so können sie ihm tatsächlich gefährlich werden). Oder sie benutzen Irsinn oder Schattenspiele 10, um den Amberiten nach Arkadien oder in den Abgrund zu entführen (klar kann er leicht von dort entkommen, aber erstmal muss er nach den Regeln dieses Ortes spielen). 😉

    Generell spiele ich aber Vampire nicht wegen „Schneller. Höher. Weiter.“ oder kosmischen Verschwörungen (oder genre bending: habe noch nie einen Reiz darin gesehen, jetzt meine Dark Sun-Charaktere nach Mittelerde zu schicken).

    Gerade in der 2. Edition ist das noch sehr angenehm: die Stadt ist die Keimzelle für das Abenteuer, der Prinz der mächtigste Vampir den die Charaktere jemals zu Gesicht bekommen werden. Und Geschichten über Kain und die Vorsintflutlichen sind eben genau das: hübsche Märchen ohne jegliche Relevanz für die Allnachtsprobleme eines Vampirs in der modernen Welt.

    • Hey cool, Amber-VtM-Schwanzvergleich 😀


      Pfff… Mit Schimären 10 kann der Vampir nach Belieben Schattenreiche erschaffen.

      Jahaaaaa, aber ein Schatten kostet einen piefigen Anfängercharakter in Amber 1 Punkt. Bleiben ihm dann noch 99 übrig… Für ein paar lächerliche Punkte mehr kann er den Schatten so sicher machen, daß ihn niemand mehr finden, betreten oder verändern kann.


      Fähige Blutmagier wissen schon lange von der Existenz anderer Realitäten, genau wie Vampire mit Auspex bis zur Kinnlade. Sie mögen vielleicht im Kampf nicht einem Gott aus Amber das Wasser reichen können, aber sie verfügen doch über genug Kampferfahrung und Stärke, um sich ihren Rückzug zu erkaufen (hat der Amberit seine Strength oder Warfare auf “Chaos” oder niedriger, so können sie ihm tatsächlich gefährlich werden).

      Ja, da gehe ich mit. Chaos-Rang in Warfare könnte leicht gefährlich werden, weil „Chaos“ der höchste Rang ist, den ein normaler Mensch erreichen kann.


      Oder sie benutzen Irsinn oder Schattenspiele 10, um den Amberiten nach Arkadien oder in den Abgrund zu entführen (klar kann er leicht von dort entkommen, aber erstmal muss er nach den Regeln dieses Ortes spielen). 😉

      Hm, da steht erst mal eine Psyche-Probe an, und da würde jeder Vanpir gegen einen durchschnittlichen Prinz oder Prinzessin abstinken 😉


      Generell spiele ich aber Vampire nicht wegen “Schneller. Höher. Weiter.” oder kosmischen Verschwörungen (oder genre bending: habe noch nie einen Reiz darin gesehen, jetzt meine Dark Sun-Charaktere nach Mittelerde zu schicken).

      Ich ja auch nicht; das heißt, ich werde Vampire auch nicht deswegen spielen, oder irgendein anderes Spiel. Genrebending macht aber beispielsweise in Amber schon sehr viel Spaß. Ich erinnere mich an brachial gute Zeiten, als die Herren Prinzen im Todesstern einfielen 😀


      Gerade in der 2. Edition ist das noch sehr angenehm: die Stadt ist die Keimzelle für das Abenteuer, der Prinz der mächtigste Vampir den die Charaktere jemals zu Gesicht bekommen werden. Und Geschichten über Kain und die Vorsintflutlichen sind eben genau das: hübsche Märchen ohne jegliche Relevanz für die Allnachtsprobleme eines Vampirs in der modernen Welt.

      Da freu ich mich schon drauf. Und selbstverständlich werde ich Corwin ein oder dreimal incognito auftreten lassen…

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