Wushu-Mecha!

Ein Summoner (li.) und ein Timber Wolf (re.) bereiten sich auf ihren Einsatz vor.

Battletech mit Wushu? So einfach, daß es schon fast schmerzt.

Summoner Omnimech
70 Tonnen
schwere Klasse
Geschwindigkeit 84 km/h
(schneller Allroundmech 4, experimentelle Langstreckenraketen 3, vier schwere Maschinengewehre mit Urankernmunition 4, Chi 4)

Das war jetzt die komplizierte Regelversion für Gruppen, die gerne den mechanischen Vorteil regeltechnisch abbilden wollen, der durch Mechas entsteht. Der oben vorgestellte Summoner ist ein 5-Punkte Wushu-Charakter. Der Spieler entscheidet, ob er die Chi-Punkte des Charakters oder die des Mechs verwendet.

Ich habe nach Jörgis erstem Kommentar festgestellt, daß ich mich leicht unverständlich ausgedrückt habe. Deshalb dieser kurze Einschub: Die obige Regelvariante macht den Mecha essentiell zu einem eigenen, zweiten Spielercharakter. Durch die eigenen Chi-Punkte des Mechs bekommt der Spieler noch mehr Kontrolle über die Erzählung, weil er noch mehr gegnerische Yang-Würfel, die nicht durch eigene Yin-Würfel aufgehalten wurden, neutralisieren und somit länger im Spiel erzählen kann.

Chi steht ja nicht für Lebenspunkte oder ähnliches, sondern ist eine spielinterne Währung, mit der man drohenden Erzählrechtsverlust (gegnerische Yang-Würfel > eigene Yin-Würfel) abwenden kann.

Noch einfacher kann man Mecha-Wushu gestalten, indem man den Mech in die Traits des Charakters einbaut und dem Charakter einfach einen Vorteil verschafft, indem man die Obergrenze der Würfel (dice cap) hochsetzt:

Cheick Durango
(Raufbold der alten Schule 4, kennt sich mit den Ladies aus 3, draufgängerischer Mechpilot 4, Dice Cap durch Summoner +1)

Wenn ich möchte, kann ich den Mech-Trait genauer nach Mechtyp festlegen, also beispielsweise so

Cheick Durango
(Raufbold der alten Schule 4, kennt sich mit den Ladies aus 3, draufgängerischer Summoner-Mechpilot 4, Dice Cap durch Summoner +1)

Nun könnte ich den Mechpilot-Trait noch genauer detaillieren, um mehr Color ins Spiel zu bringen. Das hilft mir dann, meine Erzählung dem Mech enstprechend zu gestalten:

Summoner: schneller Allroundmech, experimentelle Langstreckenraketen, vier schwere Maschinengewehre mit Urankernmunition.

Diese Angaben helfen mir als Spieler. Ich weiß beispielsweise, daß durchaus die Chance besteht, daß die Raketen nicht zünden oder fehlzünden. Ich weiß, daß zwei gute Treffer genügen könnten, mich zu entwaffnen und/oder mich in die Luft zu jagen. Ich weiß aber auch, daß ich nicht keinen massivem Einsatz von Kurzstreckenraketen in meine Erzählung einbauen kann, weil mein Mech einfach keine hat.

 

9 Antworten zu “Wushu-Mecha!

  1. Finde ich nicht so prall.

    Ich habe bei der Umsetzung der Mechs den Mech einfach eigenes Chi als Trefferpunkte zugeordnet und ihnen Nach Gewichteigene Würfelpools zugeornet

    Leichter Mech 3 Chi 1 Würfel Verteidigung
    Normaler Mech 3 Chi 2 Würfel Verteidigung
    Schwerer Mech 3 Chi 3 Würfel Verteidigung
    Überschwerer Mech 3 Chi 4 Würfel Verteidigung

    Angriff geht über das Piloten Trait des Charakters, der natürlich auch immer sagen kann, dass er zusätzliche Würfel auf die Verteidigung legt. Zusätzlich lege ich je nach Szene immer einen Höchstwert der Würfel dürch den Piloten fest (4-10 Würfel)

    • Findste nicht so prall?
      Wieso nicht?

      Wenn du den Mechs eigenes Chi gibst — oha, das hatte ich vergessen, in den Artikel zu schreiben, hole ich gleich nach –, dann machst du im Prinzip das gleiche wie ich: Du gibst dem Spieler mehr Kontrolle über die Erzählung.

      Mir ist aber nicht ganz klar, was du mit „Verteidigung“ meinst.

      Meinst du Yin-Würfel? Aber die kann man als Spieler in Wushu immer selbst zuordnen — das ist mir viel zu un-wushu-ig.

  2. Zusatz:

    Da es bei den Machs auch um Geschwindigkeit geht haben wir eine Zeit lang mit Map gearbeitet und den Mechs einfach zusätzlich eine entsprechende Reichweite in Feldern gegeben. Den Vorder und Rückseiten Trait für die Rüstungen hatten wir mal in Arbeit, haben wir dann aber verworfen.

    • Maps finde ich auch sehr un-wushu-ig. Reichweite ist mir persönlich völlig egal, das regle ich alles mit den Wushu-Grundregeln. Wenn ich wissen möchte, ob ein Mech schneller als ein anderer im Ziel ist, regle ich das über einen Konflikt; ob nun Mook- oder Nemesis-Konflikt, darüber entscheide ich spontan.

      Aber deine Vorschläge zeigen vor allem eines deutlich: Daß du eben gerne mehr Crunch und „Sicherheit“ durch Regeln in deinem Spiel hast. Meine Vorlieben liegen woanders. 😉

  3. Jein, wenn ich bei etwas wie WuShu anfange mit Mechs zu arbeiten, dann will ich Chrunch, um die Dinger etwas an den Regeln des Originals zu orientieren.

    Deshalb fest zugeordnete Yang Würfel, wenn der Mech schwerer gerüstet ist und die map um der Geschwindigkeit Rechnung zu tragen.
    .
    Eigentllich geht es mir eher um das Drama der Piloten und ihre Prügelein oder Spionageoptionen.Halt um Action mit Charakteren. WuShu dreht sich für mich prinzipiell nicht um Mechs oder Ausrüstung, weil solche Aspekte nur schwer wiedergegeben werden können.
    .
    Trotzdem habe ich es mal auf Wunsch eines meiner Spieler versucht.

    • Action ist ein Stilmittel. Und in Wushu ist es völlig egal, ob der Charakter seine Faust, sein Denken oder seinen Mech hernimmt.

      Mechs sind Details, ebenso wie Ausrüstung. Das entspricht der zweiten vorgestellten Variante.

      Wenn du Mechs etwas in den Vordergrund rücken willst, weil sie eben entscheidende Elemente des Settings sind, dann ist es am einfachsten, sie zu Charakteren zu machen.

      Aber Wushu kann grundsätzlich alles, nicht nur Action. Und wenn es um Action geht, dann ist es Wushu wurscht, ob die Action mit Schwertern, Pistolen oder Mechs stattfindet.

  4. Action ist ein Stilmittel. Und in Wushu ist es völlig egal, ob der Charakter seine Faust, sein Denken oder seinen Mech hernimmt.

    Mechs sind Details, ebenso wie Ausrüstung. Das entspricht der zweiten vorgestellten Variante.

    Wenn du Mechs etwas in den Vordergrund rücken willst, weil sie eben entscheidende Elemente des Settings sind, dann ist es am einfachsten, sie zu Charakteren zu machen.

    Aber Wushu kann grundsätzlich alles, nicht nur Action. Und wenn es um Action geht, dann ist es Wushu wurscht, ob die Action mit Schwertern, Pistolen oder Mechs stattfindet.

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