octaNe-Remix #4: octaNe… cyberpuNk… aventurieN… kuNg fu

Nach längerer Absenz habe ich mir die letzten paar Tage wieder octaNe durchgelesen. In Verbindung mit Blood & Steel und diversen anderen Ergänzungen gelingt es den wenigen Regeln, einige Genres ganz gut zu emulieren.

Momentan kreisen meine Gedanken gerade um drei konkrete Anwendungsfälle.
Zum einen ist da die abgefahrene Welt des ursprünglichen octaNe-Settings: psychotronische craziness im Sinne von Mad Max, blutiges Grindhouse, esoterisches Arthouse oder relitätsnahes Cinéma Vérité. Und obwohl die Regeln astreine Conch Shell-Mechaniken sind (gewürfelt wird nur um die Erzählrechte, nicht darum, ob Aktionen gelingen oder nicht), sind octaNe-Sitzungen wunderbar abgefahren.

Noch viel genrenäher wird das Spiel mit den Grindhouse-Regelergänzungen: Hier wandern sämtliche von den Spielern erwürfelte Bonuswürfel (Plot Points) in jeweils einen entsprechenden Pot: Sexy, Violent, Rude oder Cool. Spieler können sich beliebig viele Würfel aus einem Pot nehmen, allerdings müssen diese für entsprechend gefärbte Unternehmungen verwendet werden. Wer sich also „Sexy“-Würfel nimmt, kann diese nicht für „Violent“-Aktionen verwenden. Diese einfach Mechanik lenkt spielerische Kreativität in genretypische Kanäle. Hervorragende Idee.

Blood & Steel, ebenfalls geschrieben von Jared Sorensen (neben John Wick und Greg Stafford der dritte im Bunde meiner heiligen Dreieinigkeit der besten Spieledesigner), nimmt die octaNe-Regeln und zieht, zerrt und hämmert, bis sie das Sword & Sorcery-Genre gut im Griff haben. B&S nimmt die gängigen Sword & Sorcery-Tropen und bildet die octaNe-Regeln auf ihnen ab. Auch das ist eine geniale Idee und bestärkt mich immer wieder in meiner Meinung, dass Jared Sorensen ein verdammtes Genie ist.

Wer mich kennt, weiß, dass ich Sword & Sorcery ganz eindeutig weit über High Fantasy stelle (aber auch über literarischen Dreck wie Die Zwerge und anderen Heitzschen Dünnschiss und vergleichbarem Unrat). Das Aventurien, das ich aus DSA1 kenne, ist für mich reine Sword & Sorcery – und damit ebenfalls ein Kandidat, octaNifiziert zu werden. Hm…

… und das bedeutet, dass auch mein geliebtes Feng Shui wieder ins Blickfeld rückt… mit octaNe, bzw. modifizierten B&S-Regeln (Tell your master I kick his ass, too!). Das könnte ein wirklich spannender Rollenspielsommer werden.

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