Noch mehr Regeln? Fuck it, das hier ist Kunst, Alter.

Grrrrrrrrrrrr. Wenn es nach meiner Stimmung ginge, müßte der Buchstabe „r“ eigentlich noch über drei Zeilen weiterlaufen. Junge, Junge, Junge. Vorhin ist eine weitere Rezension von Abenteuer! online gegangen, die mich wirklich und wahrhaftig erzürnt.

Was mich weniger nervt, ist, daß einige Anmerkungen des Schreibers beweisen, daß er schlampig gelesen hat. Das passiert jedem mal. Was mich persönlich aber zur Weißglut bringt, sind folgende Dinge:

  • Der Kritiker hat ganz offensichtlich den Spielansatz des Freiform-Rollenspiels nicht verstanden. Und damit meine ich: überhaupt nicht verstanden. Er moniert fehlende Regeln für dies und das, er fordert konkrete Regeln, wie der Spielleiter Zielzahlen festlegen kann. Was er dabei völlig zu überlesen scheint, ist der immer wieder zu findende Hinweis, daß der Spielleiter sich die Attribute eines Kämpfers ansehen soll, dann die Stärken seines Gegners, und dann festlegen soll, welche Zahl der Kämpfer mindestens würfeln muß.
    Ja, das ist ganz genau so, wie viele Jugendliche in den Anfangstagen D&D gespielt haben. Attribute als Color. Muß man mögen. Braucht man aber nicht. Aber zumindest verstehen, warum es so geregelt wird, wäre schön.
  • Lustigerweise biete ich seit der allerersten Ausgabe von Abenteuer! das GESAMTE Spiel zum kostenlosen Download an. Der eben erwähnte Kritiker scheint jedoch die Printausgabe bestellt zu haben, ohne sich vorher das pdf angesehen zu haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum er trotzdem die Druckversion kauft, obwohl er mit Freiform-Spiel offensichtlich nichts anfangen kann.

Manchmal fühle ich mich mit meiner Gruppe wie alte Fossile, die nur durch Zufall noch im selben Gehege leben wie die meisten anderen Menschen, die sich auch als „Rollenspieler“ bezeichnen. Wir spielen eben seit 1984, und seit 1991 spielen wir entweder würfellos oder Freiform. Da wird gewürfelt, wenn uns der Sinn danach steht. Aber da ist eben einfach eine bestimmte Zahl zu erreichen, die der Spielleiter festlegt, nachdem er eingeschätzt hat, wie es um den Charakter bestellt ist.

Die Charaktererschaffung in jedem Spiel ist bei uns extrem reduziert („Schreib dir mal auf, welche Sachen für deinen Charakter vorteilhaft sind, und welche Sachen nachteilig sind“) oder bis auf die Vergabe von Namen nicht vorhanden. Wir spielen das so seit 21 Jahren, und wir hatten oft genug Gastspieler mit ganz anderen Regelvorlieben, bei denen dieses Freiformspiel genauso geklappt hat. Aber ich brauche micht nicht zu rechtfertigen. Unser Spiel ist klassisches Freiform, und auch das ist ein Teil des kleinen Biotops, das sich „Rollenspielmarkt“ nennt.

Was mir allerdings bei den meisten Rollenspielern, vor allem in Deutschland, immer und immer wieder auffällt, ist das unbedingte Beharren, ja die Abhängigkeit von komplexeren Regelwerken. Alles muß da vorgekaut werden, für möglichst jeden Furz braucht man eine Regel oder eine Tabelle. Oder eben, um noch mal auf die oben genannte Rezension zurückzukommen, eine Anleitung, wie man die Attribute auswürfelt, wenn, Himmelnochmal, alle Attribute aufgeführt sind und daneben ein dicker W6 + 7 hingemalt ist. Was könnte das bedeuten?

Es ist diese Unbeweglichkeit, dieses sich willentlich-in-Vorschriften-anderer-Begeben, das mich so nervt.

Wir haben in diesem Land genügen Vorschriften und Gesetze und Regeln und subtilen Druck. Muß ich mich dann in der so ziemlich einzigen Freiheit, die ich habe — der Freiheit im Kopf –, auch noch nach vielen Regeln und Vorschriften richten?

Und ist es nicht ein Alarmsignal, wenn ich mich unwohl fühle, wenn mir mal keine Vorschriften in den Kopf gedrückt werden?

Rollenspiel ist für mich, trotz und vielleicht wegen seiner Leichtigkeit, ein Akt der Befreiung, ein privater politischer Vorgang und nicht zuletzt Kunst. Bumm, ich habe es gesagt. Rollenspiel ist Kunst, eine Performance, Improtheater mit durchgehendem Thema und ohne Bühne. Das war Rollenspiel schon immer für mich, seit dem schicksalhaften Tag im Sommer 1984, als ich zum ersten Mal das Schwarze Auge in meinen Händen hielt.

Rollenspiel ist Kunst, und Kunst braucht Freiheit, nicht immer mehr Regeln.

21 Antworten zu “Noch mehr Regeln? Fuck it, das hier ist Kunst, Alter.

  1. Du sagst ja selbst ihr habt erst seit 1991 würfellos oder Freiform gespielt, aber womit habt ihr dann ab 1984 gespielt? Ich vermute es waren Regeln. Also warum darf ich keine Regeln erwarten, wenn jemand fordert „Spielt als wäre es 1984“?

    Ok, vielleicht hätte ich in der Rezension nicht immer von Regeln sondern von Hinweisen und Anweisungen sprechen sollen. Ein Regelwerk ist für mich in erster Linie eine Bedienungsanleitung, deines ist nichtmal eine gute fürs Freiform-Spiel.

    Und was die Jugendlichen und ihr D&D angehen, die Attribute als Color verstanden, ja das haben sie für ihren ganzen Proben. Aber meine Kritik ging hauptsächlich in Richtung deine Kampfregeln, welche bei den Jugendlichen und ihrem D&D nicht so schwammig waren, wie es bei Abenteuer! sind. Sie waren eigentlich recht explitiz. Nun sag mir ist Angriff 8 oder 10 besser? Ich sag ja nicht das du Formeln aufstellen sollst sondern das du Hinweise á la „Jemand mit einem hohen Angriff trifft besser.“ Dass fehlt mir. Aber ich kann deine Replikt darauf schon erahnen: „Das ist doch logisch.“

    Warum soll ich mir den gesamten Entwicklungprozess deines Werkes anschauen? Warum kann es nicht am Ende für sich allein stehen? Wenn ich irgendwas vorher lesen muss, um es zu verstehen, dann ist es unvollständig.

    Zu deinem Rant über Rollenspiel ist Kunst werde ich wohl einen eigenen Artikel in meinem Blog veröffentlichen.

    • Lieber Stefan,
      wir hatten DSA1, aber wir spielten es nur ein paar Mal so, wie es im Buch stand. Danach wurde es immer freier; ein loses Über-den-Daumen-Peilen genügte meistens.

      Abenteuer! hat Regeln! Nur nicht solche, die du erwartet hast. Daß Abenteuer! „nicht mal ne gute Anleitung fürs Freiform-Spiel“ sein soll, finde ich persönlich sehr lustig. Das pdf ist mehrere hundert male runtergeladen worden, da werden sicher auch ein paar Leute dabei sein, die es fürs Freiformspiel hernehmen.

      Außerdem: Warum zur Hölle brauchst du eine Anleitung zum Freiform-Spiel? Hattest du als Kind eine, als ihr Räuber und Gendarm gespielt habt?

      Ich habe NICHT gefordert, daß du den Entwicklungsprozeß von Abenteuer! anschaust, sondern ich sagte daß du dir den Kauf hättest sparen können, wenn du dir das KOSTENLOSE PDF angesehen hättest. Deswegen ist es schließlich auch da.

  2. stefan schrieb:
    „Ok, vielleicht hätte ich in der Rezension nicht immer von Regeln sondern von Hinweisen und Anweisungen sprechen sollen.“

    genau das! Das ist einfach der alte Konflikt des Missbrauches des Wortes „Regel“. Würde man „Richtlinien“ oder „Vorschläge“ sagen, um es von konkreten REGELN abzugrenzen, gäbe es weniger solche Missverständnisse.

    Also was jetzt, brauche ich jetzt Abenteuer!, um Räuber und Gendarme zu spielen oder nicht? Die Antwort ist im Grunde egal, in beiden Fällen schießt sich ein Freiform RPG ins Knie

    • Für mich sind Regeln da, um bei Bedarf gebrochen zu werden. Das habe ich immer schon so gemacht, ditto meine Gruppe.

      Die Korinthenkackerei zwischen „Regel“ und „Richtlinie“ gehört in den Jura-Vorlesungssaal, aber nicht an dem Rollenspieltisch, das meine ich.

      Niemand braucht Abenteuer!. Aber mir war es ein Bedürfnis, es zu schreiben. Ich mußte es einfach schreiben. Wie Ex-Beatboy schon im Tanerlorn feststellte: Ich mache Abenteuer! nicht wegen des Geldes…

  3. Meine Rollenspielrunden waren nie Kunst und werden es auch hoffentlich nie sein. Wir treffen uns, um gemeinsam Spaß mit einem Spiel zu haben, nicht um ein erhöhtes oder gar erhöhendes Werk zu schaffen, dass man als Kunst ansehen könnte.

  4. @Norbert: Deine Erwiderungen zu Stefans Kritik sind – gelinde gesagt – bemitleidenswert. Kannst Du oder willst Du nicht auf seine konkreten Punkte eingehen? Du hast Dir einen großen Hammer aus Ego gebastelt, mit leuchtender Farbe auf eine Seite „Kunst“ und auf die andere „Freiheit“ drauf geschrieben und haust damit alles platt, was an berechtigter Kritik kommt. Damit führst Du gleichzeitig auch die Existenzberechtigung für Abenteuer! ad absurdum – denn wenn Du möchtest, dass man Abenteuer! wie „Räuber und Gendarm“ spielt, war die ganze Mühe für die Katz‘. Herrje.

    • Ob meine Erwiderungen in deinen Augen bemitleidenswert sind, ist mir, gelinde gesagt, völlig egal. Ich bin wütend über einen Verriss, der sich nicht mal die Mühe gemacht hat, den Text richtig zu lesen. Ich bin wütend über eine Kritik, die einen Spielstil kritisiert, den sie ganz offensichtlich nicht versteht. Und ich sehe es nicht ein, schön politisch-korrekt die Schnauze zu halten, weil das manche Zeitgenossen halt so erwarten — „ist ja eine Rezension, die darf kritisch sein“. Klar darf sie das. Dann darf „der Autor des Werks“ aber auch sagen, daß er die Kritik scheiße findet.

      Und wenn du dir mal meine Kommentare hier durchgelesen hast, dann ist dir vielleicht aufgefallen, daß es mir egal ist, ob es eine Existenzberechtigung für Abenteuer! gibt. Ich MUSSTE es schreiben, ich MUSSTE es layouten, und ich MUSSTE die Illustrationen anfertigen. Es war ein kreativer Druck, und das Ergebnis war Abenteuer!. Ich finde es schön, daß einige hundert Leute das pdf runtergeladen haben, aber das war nicht die Motivation. Die Motivation, die „Existenzberechtigung“, war der künstlerische Akt.

  5. Nun, ich habe den Text der „Regeln“ auch gelesen und komme zu einem vergleichbaren Urteil wie der hier von Dir gescholtene Rezensent. Ich finde auch nicht, dass die hier diskutierte Kritik den Spielstil „Freiform“ angreift, sondern schlicht und einfach das von Dir zu Papier gebrachte Erzeugnis. Und da leidest Du womöglich unter Betriebsblindheit, denn ein „Regelwerk“ (wie auch immer Du oder man den Begriff „Regel“ nun definieren will) kann man anhand der für diese Textform geltenden formalen Strukturen beurteilen/kritisieren. Die Art und Weise, wie Du mit dieser Kritik umgehst, offenbart meiner Meinung nach mehr als das von Dir verfasste Werk.

    • Du brauchst das Wort „Regeln“ gar nicht so gönnerisch in Anführungszeichen zu setzen. Es sind Regeln. Wenn die Regeln nicht so aussehen, wie du oder Stefan sich das erwarten, ist das ein ganz anderes Ding.

      Abertausende von Menschen spielen jeden Tag Freiform auf Internetforen. Ohne großartig genaue Regeln.

  6. Kunst ist aber natürlich auch ein immens schwammiger Begriff. Was ist schon Kunst? Hab ich im Studium ganze Seminare zu gehört, wirklich schlauer waren wir am Ende auch nicht. Du gibst ja leider auch keine wirkliche Definition, was du damit meinst.

    Aber die Aussage, Kunst brauche Freiheit, nicht mehr Regeln, ist nicht mal in dieser Absolutheit auf die gängig als Kunst angesehenen Formen zu übertragen. Was weiß ich, in der Literatur gäbe es keinen Dadaismus ohne Freiheit, aber andererseits auch kein ‚klassisches Drama‘ oder auch Haikus ohne strickte Regeln.
    sie
    Wohlgemerkt will ich damit weder zu „Abenteuer!“ noch zur Rollenspiel-als-Kunst-Debatte etwas sagen. Aber die Absolutheit des letzten, fett gedruckten Satzes kann für mich nicht für eine Analogiebildung herhalten, da ich in ihrem Kern schon für anfechtbar halte.

    Viele Grüße,
    Thomas

  7. Nun komm erst mal wieder runter, Norbert🙂
    Klar, dass Dir negative Kritik nicht gefällt. Aber das gehört dazu. Wer keine Kritik aushalten kann, der sollte am besten nichts veröffentlichen. Natürlich darfst Du Dich auch mit Kritikern auseinandersetzen. Das ist absolut in Ordnung. Was meines Erachtens nicht in Ordnung ist, ist die Art, wie Du es tust. Ein guter Autor zeichnet sich auch durch Kritikfähigkeit bzw. die Fähigkeit zur Selbstkritik aus. Die vermisse ich hier ein wenig.

    Wenn Stefan Deiner Meinung nach den Sinn des Spielstils Freeform nicht verstanden hat, kann es natürlich daran gelegen haben, dass er sich nicht ausreichend mit dem Spiel auseinandergesetzt hat. Es kann aber auch sein – hier kommt jetzt die Selbstkritik ins Spiel – dass Du Dich nicht verständlich genug ausgedrückt hast. Das ist durchaus nachvollziehbar, denn das Konzept ist Dir mit den Jahren in Fleisch und Blut übergegangen. Vielleicht hast Du deshalb einige Dinge nicht so explizit erläutert, weil sie für Dich so offensichtlich waren wie die Erkenntnis, dass man sich nicht die Hände waschen kann, ohne sie nass zu machen. Das ist dann aber kein Fehler des Lesers, sondern ein Versäumnis des Autors.

    Stefans Rezension habe ich jetzt auch nicht als bösartigen Verriss empfunden. Viele seiner Kritikpunkte konnte ich durchaus nachvollziehen, selbst wenn ich seine Meinung nicht in toto teilen würde. Daraus jetzt einen Angriff auf Dich oder den von Dir bevorzugten Spielstil abzuleiten, halte ich für unangebracht. Über Spielstile kann man sich nicht streiten. Über Kunst auch nicht. Deshalb sei mir auch nicht böse, wenn ICH den Grad des künstlerischen Prozesse, aus dem Abenteuer! geboren wurde, nicht sonderlich hoch einschätze. DSA1 + ein Spritzer D&D – einige Regeln + Freeform-Elemente, da kommt für mich nur ein weiterer 08/15-DSA-Klon-Heartbreaker heraus. Es ist für mich weder Kunst, noch echtes Freeform. Es ist ein regelleichtes Rollenspiel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sorry, für die deutlichen Worte. Aber es ist ja nur MEINE Meinung, die kann Dir ruhig am Arsch vorbei gehen. Nichtsdestotrotz bleibt sie meine Meinung.

    Ob die Anzahl der Downloads wirklich ein echtes Gütesiegel darstellt, wie Du annimmst, wage ich zu bezweifeln. Alleine ich, habe Dein Regelwerk bestimmt 5-10 Mal heruntergeladen, weil ich mich zwar damit auseinandersetzen, es aber nicht auf meiner Festplatte speichern wollte. Diese quantitative Argumentation hat mich sofort an „Fresst Scheiße! Millionen Fliegen können sich nicht irren!“ erinnert😉

    Ich hoffe aber aufrichtig, dass die Mehrzahl der Downloader Dein Spiel auch spielen. Die Mühe, die Du Dir zweifelsohne gemacht hast, soll schließlich auch belohnt werden.

    • Ich bin schon wieder unten. Hat aber gebraucht, gebe ich zu.
      Stefans Rezension habe ich ebenfalls nicht als bösartig empfunden. Trotzdem habe ich mich drüber aufgeregt. Ich möchte, nur um auch das mal klarzustellen, ihm keine bösen Absichten unterstellen, wieso denn auch.

      Was mir persönlich zusetzt, ist, daß er Geld für das Buch ausgegeben hat, das er sich ganz offensichtlich hätte sparen können. Das nervt mich. Wenn er das Porto bezahlt und mir die Hefte zurückschickt, überweise ich ihm gerne das Geld zurück.

      Und nochmal, mir geht es nicht darum, möglichst viele Leute mit Abenteuer! zu erreichen. Ich mache das nicht wegen des Ruhms oder des Geldes. Ich habe meinen Ruhm mit Plüsch, Power & Plunder verdient, und ich habe auch ordentlich Geld für den Verkauf der Rechte bekommen. Deswegen sind mir die Downloadzahlen von Abenteuer! auch egal. Ich wollte damit lediglich auf Stefans Anmerkung eingehen, daß Abenteuer! nicht für Freiform geeignet sei. DAS sehe ich nun wirklich anders. Und ich darf das sagen, denn ich war damals derjenige, der den Begriff im Tanelorn etabliert hat😉

      In mir war der Drang, Abenteuer! zu schreiben. Erst, als es fertig war, ließ er wieder nach. Ich habe noch einmal nachgebessert, vor einigen Tagen. Aber mehr werde ich nicht tun damit. Ob Abenteuer! nun außerhalb unserer Gruppe gespielt wird: ich weiß es nicht, und es ist mir auch nicht wichtig. Ich mußte es schreiben, und das habe ich getan.

      • „Was mir persönlich zusetzt, ist, daß er Geld für das Buch ausgegeben hat, das er sich ganz offensichtlich hätte sparen können. Das nervt mich. Wenn er das Porto bezahlt und mir die Hefte zurückschickt, überweise ich ihm gerne das Geld zurück.”

        Warum sollte ich das wollen, das habe ich nirgends gefordert. Ich werde die Bücher behalten. Sie kommen ins Kuiositätenkabinett zu all den anderen. Ich unterstütze gern die Szene und ich habe nicht die Hoffnunf aufgegeben, das vielleicht irgendwann eine für mich brauchbare Anleitung fürs Freiformspiel erscheint.

        Klar hätte ich mich vorher informieren können, aber das macht das gesamte Buch auch nicht besser.

        Und wenn du an dem Werk nichts mehr machst, dürften andere daran weiterarbeiten?

      • Dein Angebot, Stefan das Geld zurück zu erstatten, finde ich mehr als großzügig. Das würde nicht jeder anbieten. Ich bin aber auch der Meinung, dass Stefan sich einfach vorher einmal die kostenlose Version hätte ansehen sollen, bevor er Geld ausgibt. Wann hat man denn mal die Möglichkeit, etwas unbegrenzt und vollständig testen zu können? Wenn er es unbesehen kauft und es ihm dann nicht gefällt, darf er sich auch nicht beschweren, dass er Geld dafür bezahlt hat. Augen auf oder Beutel auf! Das kann und soll nicht Dein Problem sein. Also ärgere Dich nicht weiter darüber.

        Das sich Abenteuer! nicht für Freiformer eignen soll, ist Quatsch! Da gebe ich Dir Recht. Jedes Rollenspiel kann (bei Verzicht auf eigentlich überflüssigen Regelklimbim) von Freiformern verwendet werden. Und je weniger Regeln ein Rollenspiel hat, desto besser eignet es sich für Freeform. Insofern ist Abenteuer! besser geeignet als Regelschwergewichte wie DSA 4, Pathfinder usw.

  8. @Rollenspielgorilla: Zwei Dinge 1) Ich habe mich nie beschwert, für die Bücher Geld bezahlt zu haben. Meine Rezension wäre nicht anders ausgefallen, es fällt nat. jetzt schwerer mit der „Es ist kostenlos und braucht nicht gut zu sein”-Keule zu kommen, stattdessen wird ständig mit „Du hättest es ja vorher lesen können” argumentiert. Ich frage mich ernst was passiert wäre, wenn ich das .pdf rezensiert und danacht das Buch gekauft hätte. 2) Ich habe nie behauptet Abenteuer! eignet sich nicht für Freiform. Ich stimme da deinen Argumenten zu. Ich habe nur behauptet es ist eine schlechte Anleitung für Freiform.

    • Das war ja auch mehr oder weniger als „Was-wäre-wenn“ formuliert und auf Norberts Eindruck bezogen. Wie gesagt, ich finde Deine Rezension durchaus zutreffend. Spätestens wenn Freeform bedeutet „Ich passe die Schwierigkeiten nach Gutdünken an die momentane Stärke des Charakters an“, dann ist Freeform nicht mein Ding. Ist es aber wahrscheinlich auch so nicht. Ich bevorzuge eine etwas stärker geregelte Spielumgebung mit leicht simulationistischer Tendenz. Wenn das mit wenigen Regeln möglich ist, klasse! Das kann man jetzt mögen, muss man aber nicht.

      Ob Abenteuer! eine gute oder schlechte Anleitung zum Freeformen ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn sie für Dich schlecht ist, dann ist das so. Das muss jeder akzeptieren, auch wenn es ihm nicht passt!

  9. „Tagged as Rant“, ich mein, hallo?😉

    Norbert: Schreib halt ins Vorwort, dass die Regeln Löcher groß wie Fußballtore haben und dass der geneigt SL angehalten ist, die Lösungen dafür selbst zu suchen. Und dass ein ausformuliertes Regelkorsett nicht das Ziel dieses Produkts ist. Fertig.

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