Hintergrundgeschichte: höchstens eine halbe Seite A4

Meine postapokalyptische Welt: starke Frauen, starke Männer, starke Mannfrauen, starke Fraumänner, Aliens, Mutanten, Kungfu-Mönche, mexikanische Mönche, intelligente Autos und eine Hintergrundgeschichte, die ungefähr ein halbes Blatt Din A4 lang ist. Mehr braucht kein Spielleiter.

2 Antworten zu “Hintergrundgeschichte: höchstens eine halbe Seite A4

  1. Namasté!

    Was für ein Bild? … und ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen, was nicht gespielt wird oder spielrelevant ist, kann als überflüssig gestrichen werden. Ohnehin nur Ballast oder Feats (Merits / Flaws etc.) für Powergamer, die sich meist gerne mit starken Vorteilen und sinnarmen Nachteilen ausstatten. Jeder kann ne Kurzgeschichte schreiben, wenn ihr oder ihm danach ist. Im Rollenspiel bin ich (strikt) gegen derartige Ergüsse und Kruscht.

    In 3:16 gibt es ein interessantes Konzept. Die Background-Geschichte wird während des Spiels entwickelt (eine Art erzählerische Fate-Points). In meinen Augen sollte ein guter Charakter mit ein paar Stichworten umschrieben werden und sich von dort während des Spiels entwickeln (können) … Ein, zwei Hooks je Spieler sind in meinen Augen genug, um einen brauchbaren Ausgangspunkt zu entwickeln.

    Das hier ist btw in meinen Augen mit Space beyond Reality das coolste RPG-Blog gegenwärtig. Meinereiner liest beide sehr gerne. Ich stosse mich immer wieder an den Beiträgen. Das macht den „Kopf frei“ und hilft zur Positionierung , wenngleich die eigene Meinung regelmäßig abweicht.🙂

    Ich glaube, Du findest für Dein Spiel ein paar brauchbare Ideen in Apocalypse World.

    Bestes
    Ingo

    • Hi lieber Ingo!

      Ha! Das Bild — find ich richtig cool.

      Wir handhaben das genau so, wie du das beschreibst: Nur, was für das Spiel relevant ist, kommt aufs Charakterblatt.

      Das führte erst letztens wieder bei einer langjährigen Freundin von mir zu echtem Unbehagen. Sie hat früher mit mir rollengespielt, aber das ist gute zehn Jahre her.

      Als sie ihren Charakter machte, fragte sie mich, wieviele SEITEN ihr Hintergrund lang sein dürfe. Ich sagte: „Du kriegst einen Satz“.
      Sie (lacht): „Ne, ernsthaft jetzt!“
      Ich: „Ich meine das ernst.“
      Sie: „Was? Wie soll ich da irgendwas über den Charakter erzählen können?“
      Ich: „Brauchst du ja nicht. Du erzählst was über ihn, wenn du mit uns am Tisch sitzt und spielst.“
      Sie (sichtliches Unwohlgefühl)

      In dieser Hinsicht hat mir Theatrix am meisten geholfen. Da (und natürlich bei Amber) habe ich gelernt, die Spieler Nebenschauplätze aufmachen zu lassen, so viele sie wollen. Das bringt Textur und Authentizität in die Spielwelt.

      Danke übrigens für dein Kompliment!

      Liebe Grüße und schöne Weihnachten.

      Norbert

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s