Spielereien mit den Perfected-Regeln.

Perfected sind die denkbar einfachsten Old School-Rollenspielregeln, die ich kenne. Und den Erzählungen eines seiner Mitspieler zufolge fügte der Erfinder, Tekumel-Schöpfer Professor MAR Barker, nach Bedarf und Lust und Laune neue Impromptu-Regeln hinzu.

Die Regeln selbst kümmern sich weder um Genre-Emulation, noch um Simulation. Ihr Anliegen ist einzig und allein die Verteilung des Erzählrechts. Das finde ich immer wieder bemerkenswert — schließlich ist Perfected nur ein oder zwei Jahre jünger als die Erstausgabe von D&D.

Ich möchte jetzt ein bißchen ausprobieren, wie man die Erzählrechtsregelung von Perfected in Richtung des Wushu-Prinzips der Erzählerischen Wahrheit verlagen kann.

1) Nemesis-Kämpfe (gegen wichtige Gegner)

  • Du hast drei Spielchips für deinen Charakter.
  • Ich habe zwischen 3 und beliebig vielen Spielchips für meinen Charakter, je nachdem, wie mächtig er ist.
  • Wir würfeln mit gleichen Würfeln gegeneinander.
  • Wenn du gewinnst, erzählst du, was dein Charakter tut. Das heißt nicht, daß du erzählst, was dein Charakter versucht zu tun, sondern was er ganz aktuell tut. Und ich muß einen meiner Spielchips ablegen. Du brauchst nicht erzählen, daß dein Charakter erfolgreich etwas tut. Die würfelergebnisse bestimmen nämlich nicht über Erfolg und Versagen, sondern nur darüber, wer erzählen darf.
  • Wenn ich gewinne, darf ich erzählen, was passiert. Und du mußt einen deiner Spielchips ablegen.
  • Wenn unsere Würfelergebnisse nah beieinander liegen, erzählen wir gemeinsam, was passiert. Und beide legen wir einen Spielchip ab.
  • Wer zuerst keinen Chip mehr hat, hat verloren. Der andere darf erzählen, was sein Charakter dem anderen antut oder auch nicht.

2) Kämpfe gegen Mooks (unwichtige Gegner)

  • Du bist der einzige Spieler, der erzählen darf.
  • Du hast drei Spielchips für deinen Charakter.
  • Ich habe zwischen 1 und beliebig vielen Spielchips, je nachdem wie schwer ich es dir machen möchte.
  • Wir würfeln mit gleichen Würfeln gegeneinander.
  • Von meinem Würfelergebnis ziehe ich zwischen 1 und x Punkten ab, je nachdem, wie schwer ich es dir machen möchte.
  • Wenn du gewinnst, erzählst du, was dein Charakter tut. Das heißt nicht, daß du erzählst, was dein Charakter versucht zu tun, sondern was er ganz aktuell tut. Und ich muß einen meiner Spielchips ablegen. Du brauchst nicht erzählen, daß dein Charakter erfolgreich etwas tut. Die würfelergebnisse bestimmen nämlich nicht über Erfolg und Versagen, sondern nur darüber, wer erzählen darf.
  • Wenn ich gewinne, darf NICHT ich erzählen, was passiert, sondern du mußt einen deiner Spielchips ablegen und erzählen, was passiert.
  • Wer zuerst keinen Chip mehr hat, hat verloren. Der andere darf erzählen, was sein Charakter dem anderen antut oder auch nicht.

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