Spielregeln sind nicht das Spiel

Der gute Zak hat’s letzte Woche gepostet, aber ich muß das als Zitat nochmal hier reinstellen, weil es so richtig ist.

„Das Spiel dreht sich darum, wofür es im Spiel Regeln gibt.“
Es gibt immer noch Leute, die das glauben. Obwohl Poker keine Regeln für Bluffs hat.

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11 Antworten zu “Spielregeln sind nicht das Spiel

  1. Um von Pokerregeln zu Bluffs zu kommen, muss man aber keine weiten Wege gehen. Das Zitat-Zitat stimmt schon insofern, als dass sich das Spiel erst einmal auf die Teile konzentriert, die in den Spielregeln oder -büchern die meiste Verwendung finden. Bei D&D 4 wird auch deswegen soviel gekämpft, weil die Regeln fast nur den Kampf abdecken und die Powers am Anfang nur im Kampf benutzbar waren (ist ja mittlerweile etwas anders).

    • Jan, eben! Das Spiel ist immer mehr als die Regeln. Es mag kürzer oder länger dauern, bis Gruppen ganz von selbst die Bandbreite ihrer Aktionen erweitern, aber es wird passieren.

      Deshalb verfechte ich seit Ewigkeiten die Aussage „System does NOT matter“.

      • Servus Norbert, jetzt hast Du mich verwirrt. Solange ich deine Blogs verfolge war ich immer der Annahme für Dich wäre das System wichtig. Oft genug hast Du hier beschrieben wie bestimmte Regeln das Flair eines Settings unterstützen. Klar ergeben die Spielregeln allein noch kein Rollenspiel, aber die Regeln sollen das Setting unterstützen. So hab ich das zB aus John Wicks Design Seminaren mitgenommen. Nehmen wir sein Pulp Spiel „Yesterdays Tomorrow“. Man könnte so ein Setting mit modern D20 bespielen wenn gilt System does NOT matter. Oder man nimmt eine Regelwerk das die zentralen Bestandteile des Settings unterstützt. Bei YT sind das Werte für Action!, Science!, Mystery!und Romance!.

      • Servus Toppe, da meinen wir dasselbe, glaube ich. Ich halte Regeln für Werkzeuge am Tisch. Die unterstützen im Idealfall die Spieler in dem, was sie damit tun wollen. Ich halte aber wenig von Regeln, die eine bestimmte Stimmung per se erzeugen sollen. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob das einen Sinn ergibt, wenn du das liest 😉

        Ich habe auch meine Zweifel, ob Regeln wirklich das Setting unterstützen sollen. Wenn Regeln so geschrieben sind, sind sie in den allermeisten Fällen nur für eine bestimmte Zielgruppe relevant und „gut“, für alle anderen nicht. Wenn ich mir beispielsweise Primetime Adventures ansehe, dann sind alle Regeln so optimiert, daß man damit ganz hervorragend eine TV-Serie simulieren kann. Aber sonst nichts anderes. Das ist in meinen Augen das Problem mit fokussierten Regeln.

        Wenn ich mir jetzt dagegen beispielsweise DSA1, alte D&D-Editionen oder mein eigenes Spiel Abenteuer! ansehe, dann fällt mir auf, daß die Regeln nicht versuchen, das Setting zu unterstützen. Sie prägen natürlich das Setting mit, klar, aber sie sind nicht so geschrieben, daß ein einziges bestimmtes Spielerlebnis damit verfolgt wird. Die Grenze zu fokussierten Spielen ist sicher verschwommen, aber ich bilde mir ein, daß sie zumindest existiert.

        Insofern ist das System für mich absolut unwichtig. Weil für mich Regelsysteme immer nur Goldminen sind, aus denen ich mir nach Belieben Dinge ausgrabe. Ich glaube auch tatsächlich, daß ein großer Teil der Rollenspieler so denkt.

  2. Ich widerspreche. System DOES matter. Hätte Poker andere Spielregeln (z.b. Mensch ärgere dich nicht :P) wäre Bluffen nicht nötig. d.h. die Art wie das Spiel Regeln aufstellt formt das Verhalten in diesem Spiel.

  3. Ds Bluffen steht nicht in den Spielregeln. Tatsache ist aber, daß Poker ein sterbenslangweiliges Spiel ist, wenn niemand blufft. Es ist also ein wesentlicher Bestandteil des Spiels, der dennoch überhaupt nicht in den Regeln verankert ist.

  4. Och, Pokern ist auch ohne Bluffen ein spannendes Spiel, das Abwägen von Wahrscheinlichkeiten, Einsätzen, Einsatz-Gewinnverhältnissen etc. pp. Aber Bluffen macht es einfacher, andere auszunehmen 😉

  5. Also ich bleibe da doch bei einem bekannten und von mir gerne gehörten Podcast (System matters! ). Aber das System ist natürlich nicht das einzige, das wichtig ist. Es ist nur Teil des Ganzen.

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