Inspirationen: Schlechte Albumcover sollen mir gerade gut genug sein, Teil 2

Den 1. Teil findet ihr hier.

Sinner: The Nature of Evil

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Das Setting: könnte natürlich alles sein. Ich persönlich bevorzuge die Jetztzeit. Die Geschichten drehen sich natürlich um Werwölfe — und das ist auch, was die Spielercharaktere verkörpern werden. Bis dahin nichts Neues. Interessant wird es erst, wenn man bedenkt, daß der Werwolf auf dem Cover ganz offensichtlich Teile eines menschlichen Skeletts ausgegraben hat. Aha! Aber der Reihe nach.

Zuerst das Holzbrett, das er in seinen Fingern hält: Es verkündet unheilvoll „The Nature of Evil“. Das ist mitnichten der banale Titel eines Musikalbums. Hier geht es um mehr, viel mehr: Es ist ein altes Buch, aufgeschrieben seit Anbeginn der Zeit, sorgfältig behütet und weitergegeben von Werwolf zu Werwolf. Es behandelt die Geschichte der Werwölfe, die Waffen, mit denen sie bekämpft werden, den Glauben an Gott und geheime Kraftplätze.

Geheime Kraftplätze? Werwölfe stehen sehr weit unten im Rang der widernatürlichen Kreaturen. Verständlicherweise erregte das den Unmut einiger kluger Köpfe, und so begannen sie mit ihren Forschungen. Und stießen auf das Mysterium der Ley-Linien.

Diese Linien durchziehen die Welt wie ein engmaschiges Gitter. Überall da, wo zwei große Ley-Linien sich kreuzen, sind auch heute noch Kraftplätze zu finden. Die meisten Kraftplätze in Europa sind in den Händen der christlichen Kirchen: Die hatten ihre Gebäude nämlich einfach auf den Ruinen der alten heidnischen Plätze erbaut.

Zurück zum exhumierten Skelett: Warum graben Werwölfe Gräber auf? Weil diese Gräber genau auf den Kreuzungen der Leylinien liegen — und weil die Werwölfe genau dort ihr Kraftsymbol (zusammen mit dem Skelett) vergraben: ein Holzkreuz.

Werwölfe sind tiefreligiöse Wesen — sie betrachten ihr Schicksal als Gottesprüfung. Aber im Buch steht geschrieben, daß sie dereinst mit ihren Lieben ins Himmelreich einziehen werden, wenn sie nicht vom Glauben abfallen.

Liebe, Glaube, Hoffnung — bei den Werwölfen sind der Glaube an Gottes Gnade und die Hoffnung auf den Tod, um endlich leben zu können, wohl die stärksten Charaktereigenschaften.

Eine Antwort zu “Inspirationen: Schlechte Albumcover sollen mir gerade gut genug sein, Teil 2

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