Irgendwie d20-Freeform: noch mehr Spezialeffekte

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Noch mehr Spezialeffekte

In den Kampfregeln bedeutet das Würfeln einer 20 auf dem Zwanzigseiter einen besonders wirksamen Treffer, der auch den Spezialeffekt eines Kampfstils aktiviert. Mit der „noch mehr Spezialeffekte“-Regel können wir Spezialeffekte auch dann auslösen, wenn andere Zahlen gewürfelt werden.

Alle drei Erfahrungsstufen (3, 6, 9,12,15 und 18) legt der Spieler für einen der Kampfstile, die sein Charakter beherrscht, eine Zahl (zwischen 1 und 19) fest. Wenn er diese Zahl (genannt Spezialeffekt-Zahl) beim Angriff würfelt, löst er einen neuen Spezialeffekt aus.

Das Besondere dabei ist, daß der Spieler auch auf unterdurchschnittliche oder niedrige Zahlen – also eigentlich Schläge, die den Gegner nicht treffen – den Spezialeffekt legen kann. Somit könnte er selbst Vorteile für seinen Charakter rausholen, wenn er vorbeischlägt. Manche Spieler bevorzugen allerdings das Doppelpack: Schadenswirkung UND Spezialeffekt.

Welche neuen Spezialeffekte gibt es?

Insgesamt gibt es sechs neue Effekte. Die wählt aber der Spieler nicht aus, sondern wenn er für den Angriff seines Charakters eine Zahl würfelt, die für Spezialeffekte belegt ist, würfelt er gleich darauf nochmal mit einem sechsseitigen Würfel und liest den Effekt aus der Tabelle auf der nächsten Seite ab.

Noch eine Bemerkung zur Interpretation dieser Tabelle. In jedem Eintrag findet sich das Wort „stiltypisch“. Was bedeutet das?

„Stiltypisch“ bedeutet: Der Spezialeffekt muß zum Kampfstil passen. Wenn ein Raufbold beispielsweise eine 3 (Schutzschild) würfelt, dann wird er diesen Schutzschild nicht durch eine rasend schnelle Kombination von Ellbogen- und Kniestößen aufbauen (das paßt eher zu einem Thaiboxer), sondern vielleicht durch den geschickten Einsatz eines Stuhls, der in Reichweite stand. Oder ein Wushu-Kämpfer wird sich bei einer 1 (Eigene Bewegung) weniger durch brachiales Verrücken von Möbelstücken im Wirtshaus in eine vorteilhafte Position bringen (was eher einem Raufbold zu Gesicht stünde), sondern vielleicht durch ein paar elegante Salti und Rollen.

1W6 – Spezialeffekt
1 – Eigene Bewegung: Der Charakter bewegt sich stiltypisch entweder außerordentlich schnell oder unerwartet und kann sich so in eine vorteilhafte  und/oder überraschende Position bringen.
2 – Bewegung des Gegners: Der Charakter bewegt stiltypisch seinen Gegner in eine für den Charakter nachteilige Position.
3 – Schutzschild: Der Charakter baut stiltypisch eine Art Schutz(schild) gegen den nächsten Angriff seines Gegners auf, der gewissermaßen undurchdringbar ist.
4 – Ausweichen: Der Charakter weicht stiltypisch der nächsten Attacke seines Gegners aus, ohne dadurch Nachteile für seinen eigenen Angriff zu erleiden.
5 – Nachteil für den Gegner: Dem Charakter gelingt stiltypisch eine Aktion, die die Kampffertigkeit seines Gegners für die nächste Runde stark verschlechtert.
6 – Entwaffnung: Dem Charakter gelingt stiltypisch die Entwaffnung des Gegners. Bei unbewaffneten Gegnern bitte nochmal auf dieser Tabelle würfeln.

Eine Antwort zu “Irgendwie d20-Freeform: noch mehr Spezialeffekte

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