DSA Klassik: Mit dieser Option gehen Kämpfe schnell

Zwei Helden gegen zwei Skelette. Skelette haben AT 7 und PA 7, LE 15 und RS durchschnittlich 3. Hier im Bild tragen sie keine Rüstung, sondern Schilde. In DSA Klassik haben sie deshalb AT 7, PA 5 (4+1 vom Schild) und 2 Wundpunkte (15 geteilt durch 7). Der Elf links hat in DSA Klassik AT 10, PA 4, RS 1 und (25 geteilt durch 7) 4 Wundpunkte, plus 1 Wundpunkt von der Rüstung, also insgesamt 5. Die Dame rechts halten wir jetzt mal für eine Abenteurerin mit dementsprechend AT 10, PA 4 und RS 1. Wundpunkte hat sie ebenfalls 4, plus 1 von der Rüstung, also insgesamt 5.

Ich hatte vor kurzem wieder mal festgestellt, daß in DSA1 die Kämpfe sehr lange dauern können. Und einige von euch haben sehr interessante Lösungen vorgeschlagen. Danke dafür! Das Problem dabei ist nur: Diese Lösungen erfordern Rechenaufwand. Und als bekennender Rollenspielprimitivist fallen diese Lösungen für mich deswegen leider aus :/

Natürlich, fairerweise muß ich sagen, daß das längste an den Kämpfen die Ermittlung der Trefferpunkte ist: Würfeln, addieren, Rüstungsschutz abziehen, Rest von der Lebensenergie abziehen, aufschreiben.

Das dauert.

In unserer Runde verwenden wir deshalb eine Lösung, die rasend schnell geht und uns jegliche Rechenarbeit erspart:

Alternative für Lebensenergie: Wundpunkte

Pro 7 vollen Lebenspunkten bekommt der Charakter einen “Wundpunkt”. Pro 1 Punkt Rüstungsschutz bekommt er ebenfalls einen Wundpunkt. Ein erfolgreicher Treffer zieht dem Getroffenen einen Wundpunkt ab. Bei 0 Punkten ist der Charakter tödlich verletzt.

Damit hat beispielsweise Alrik, Abenteurer der 1. Stufe, 4 Trefferpunkte plus 3 Punkte für seine Rüstung: insgesamt 7 Wundpunkte. Jeder Spieler hat einen entsprechenden Stapel Pokerchips vor sich.

„Gute Attacken“ aus DSA1 ermöglichen Blitz-KOs

Eine „gute Attacke“ („gAT“; aus DSA1, Buch der Regeln II) gelingt dann, wenn der Spieler eine 1 (oder in höheren Stufen auch mehr) würfelt, der Gegner keine „gute Parade“ schlagen kann, und der Spieler dann nochmals mit 1W20 als „Bestätigungswurf“ hoch würfelt (unsere Hausregel: 15+). Eine gAT richtet 2 Wundpunkte Schaden an. Aber wenn der Spieler beim Bestätigungswurf 19 oder 20 würfelt (auch das eine Regel aus DSA1), kommt 1W6 zum Einsatz: 1-5 bedeutet, daß der Gegner bewußtlos geschlagen wird; 6 steht für seinen Tod. Jepp, so kann David in DSA1 Goliath mit einem Treffer besiegen.

Hat jemand schon mal mit dieser Regel gespielt? Oder mit einer ähnlichen? Über eure Berichte würde ich mich freuen.

10 Antworten zu “DSA Klassik: Mit dieser Option gehen Kämpfe schnell

  1. Ganz nett.
    Das Ganze hat nur einen Haken. Mit der Vereinfachung kannst du keine Unterschiede der Waffenstärke mehr abbilden. Oder du musst definieren, dass stärkere Waffen mehr Wundpunkte verursachen (z.B. Dolch 1 Wundpunkt und Schwert 4 Wundpunkte).
    Dann solltest du die Anzahl der Wundpunkte jedoch etwas hochsetzen (z.B. LE/3).

    Es gibt einige Systeme, die mit Verletzungspyramiden arbeiten. Splittermond verwendet, glaube ich, auch so etwas.

  2. Hmm, eigentlich war für mich als Spieler der Schadenswurf immer der Wurf, den ich am liebsten gemacht habe.
    Ich würde persönlich im Zweifelsfall eher auf die aktive Parade verzichten.

  3. Hi!
    Ich habe drei Abende mit ziemlich genau diesem System gespielt. Was anders war bei mir: PA Werte waren höher (hatte DSA3 Regelbuch 1 als Vorlage) und die Lebenspunkte hatte ich nicht mit System sondern gehandwedelt und reichen von 5 bis 7. Nämlich bei dreimal Parade hintereinander nicht schaffen und tot war mir zu naja tödlich. Schadenswerte Dolch 1, alles was länger ist 2 und alles was noch länger ist 3 Schaden.
    Zauber aus DSA4 genommen und eine KL Probe entscheidet über gelingen. Jeder Zauber Kostet 1 Asp bzw. soviel wie der Zauber Schaden verursacht und dieser ist frei wählbar.

    Was mir noch fehlt sind Talente, die werd ich noch einbauen. Jedes Talent gibt dann einen Bonus von +1 auf den Wurf und diese sind in Stufen bis 5 Erwerbbar. So kann dann der Krieger auch mal Spurenlesen ohne Klugheit steigern zu müssen außerdem kann ich Belohungen verteilen.

    Meine Motivation: Ich wollte mit meinem 6jährigen Spielen, meine Freundin und ein Kolleg (alle Ü30) spielen noch mit. Mit 30 LP und Schadenswürfe Rechnen war zu kompliziert.

    Fazit: Klappt wunderbar, allerdings gehen die Lebenspunkte schnell runter. Während von 30 runtergezählt wird hat man gefühlt noch mehr Reaktionszeit bevor das Licht ausgeht.
    Wir haben das Abenteuer aus Begeistert Neuanfang gespielt (noch mit 30 LP und W6 Schadenssystem) und anschließend was eigenes rund ums Dorf. Dann hab ich teile vom dunklen Turm verwurstet und grad sind die drei Richtung Andergast unterwegs ==> Im Bann des Eichenkönigs
    Einmal eine Zwergin, ein Abenteuerer und ein Andergaster Magier, natürlich alle aus Targuleth.

  4. Bei der ganzen Diskussion habe ich nun Lust bekommen, mich auch mal an meiner personlichen DSA Klassik Variante zu versuche. 😉
    Bin mal gespannt, was dabei rauskommt.

  5. Muss man dazu eigentlich in Bezug auf Ulisses etwas bedenken (z.B. Erlaubnis einholen) oder reicht es das ganze als Fanwerk zu deklarieren?

  6. Pingback: DSA Klassik: ein schneller Beispielkampf | Analogkonsole·

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s